| Die phantastische Spiralgalaxie M74 bei ungünstigem |
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"Wir erhielten diese Aufnahme in einer Nacht wo ziemlich ungünstige Wetterbedingungen herrschten, die eigentlich nicht für die Erfassung wissenschaftlicher Daten geeignet war", so Alberto Fernández-Soto von der Universität von Valencia, einer der beteiligten Wissenschaftler. Die Aufnahme wurde von Alberto Fernández-Soto, Vicent Martínez (Universität Valencia) und Sebastián Sánchez (Calar Alto Sternwarte) erstellt.
M74 ist eine prächtige Spiralgalaxie mit vielen Regionen in denen sich Sterne bilden. Ihre Größe entspricht etwa der unserer Milchstraße, und sie ist von der Erde aus perfekt in Aufsicht zu sehen. Dies macht sie zum idealen Beobachtungsobjekt für Astronomen, die das Verhalten einer der unseren ähnlichen Galaxie erkunden möchten. Filigrane Staubbänder (auf dem Foto als rötliche Streifen zu erkennen) erscheinen abwechselnd mit eleganten spiralförmigen Armen, die mit hellen und bläulichen Sternen übersät sind. Die rosaroten Flecken sind Wasserstoffnebel, die Sternbrutstätten dieser Galaxie.
Vicent Martínez erklärt: Dieses Foto entstand durch die Überlagerung von drei Aufnahmen, die mit drei verschiedenen Filtern belichtet wurden; ein r'-Filter vom SDSS (entspricht etwa dem roten Spektralbereich), und zwei weitere Filter, die speziell für das ALHAMBRA-Projekt entwickelt wurden. Beide haben eine durchlässige Bandbreite von 30 nm und sind auf 489 respektive 520 nm zentriert. Die Gesamtintegrationszeit beträgt 25 Minuten verteilt auf fünf Belichtungen zu je 5 Minuten.
Die Aufnahmen mit dem ersten ALHAMBRA-Filter sind sehr empfindlich für die Strahlung der Regionen mit Sternbildungen. Diese Strahlung besteht normalerweise aus der grünen Emissionslinie des Sauerstoff-III und der blauen Emissionslinie H-beta des Wasserstoffs . Der Astrofotograf der Sternwarte von der Universität von Valencia, Vicent Peris, erstellte das Endbild durch die Überlagerung des r'-Bildes (rote Farbkomponente), des 520-nm-Bildes (grüne Farbkomponente) und der hellsten Teile der beiden Bilder bei 489 und 520 nm (blaue Farbkomponente). Durch den feinen Abgleich der Intensitäten der drei Teilbilder ist es gelungen eine Aufnahme zu erzeugen, die die Galaxie dem menschlichen Auge so erscheinen lässt als würde man sie aus viel geringerer Entfernung betrachten. Die gesamte Bildverarbeitung wurde mit der Software PixInsight Core 1.0 durchgeführt.
Hochaulösendes Bild:
M74 - ALHAMBRA (666 Kb)
© Calar Alto Sternwarte, März 2008 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Im Rahmen des
M74 scheint auf dieser Aufnahme allzu ruhig im All zu schweben, doch in Wirklichkeit übermittelt sie uns das Wirken ungeheuerer physikalischer Kräfte, durch die aus Staub- und Gaswolken Sterne entstehen. Die massereichsten Sterne (mehr als zehnmal so massereich wie die Sonne ) werden ihr Leben mit einer gigantischen Supernovaexplosion beenden. Dabei werden schwere chemische Elemente durch die Galaxie geschleudert, die sich vielleicht zu Planeten wie der unsere entwickeln könnten.